Bio-zertifizierte Gärtnerei

Start im Frühjahr
Wie auch die Natur im Frühjahr erwacht unsere Bio-Gärtnerei ab April aus ihrem Winterschlaf. Die letzten Überbleibsel des Winters werden entfernt und die mit der Gründüngung des letzten Jahres eingesäten Flächen bearbeitet, sowie für die bevorstehende Pflanzung der Kulturen vorbereitet.
Im Mai erblüht mit dem Setzen der Jungpflanzen neues Leben auf den Gemüsebeeten.
Saisonal werden rund vierzig verschiedene Gemüsesorten in der Gärtnerei angebaut.
Gemüseanbau
Im Freiland befinden sich zwei Beete (ehemalige Folientunnel), die Gemüsesorten wie Zucchini, Kürbisse, Lauch, Mangold, Knollenfenchel, Buschbohnen und für Staudensellerie Platz bieten.
Des Weiteren werden diverse Kohlarten wie Radieschen, Kohlrabi, Chinakohl angebaut.
Kopfsalat, Eisbergsalat sowie Pflücksalate zählen zu unseren klassischen Salatarten.


Kräuterbeet
Unser Sortiment umfasst über 40 verschiedene Kräutersorten. Neben den typischen Küchenkräutern wie z.B. Petersilie und Schnittlauch finden die mediterranen Kräuter wie z. B. Rosmarin und Thymian immer größer werdende Beliebtheit in unserem Küchenteam. Die typischen Kräuter der bekannten Grünen Soße wie z. B. Pimpinelle und Sauerampfer sind ebenfalls vorhanden. Großer Beliebtheit wird auch dem Schildampfer zur Ergänzung auf unserem reichhaltigen Salat Buffet geschenkt. Um hier noch den letzten Feinschliff zu benennen, können wir auch essbare Blüten wie z.B. von der Kapuzinerkresse oder der Speisechrysantheme unserer Großküche anbieten.
Beerenobst
Vor einigen Jahren wurde unsere Gärtnerei durch eine Beerenobstanlage ergänzt.
Die kleine Auswahl an verschiedenen Beerenarten ist an die Küche angepasst. Dazu zählen Himbeeren, Brombeeren, Tayberries, Gojibeeren, Johannisbeeren in weiß, rot und schwarz, Stachelbeeren in weiß, gelb und rot, sowie Aroniabeeren und Heidelbeeren.


Blumenvielfalt
Zur Bereicherung unseres Seminarzentrums befindet sich auch ein kleiner Bauerngarten in der Gärtnereifläche. Dort finden diverse Schnittblumen für Vasen an der Rezeption und im Restaurant ihren Platz.
Für unser Frischkost-Buffet sind dort auch viele Blumen mit essbaren Blüten integriert.
Sommer
Im Juni werden die noch jungen Pflanzen gehegt und gepflegt, bis sich die harte Arbeit im Juli langsam auszuzahlen beginnt, angefangen mit der Ernte des Beerenobstes. Im August steht dann der Lohn mit der Ernte des Gemüses an.
Im September werden von der alten Obstplantage im Garten des Haupthauses Äpfel geerntet, aus denen mit Hilfe einer mobilen Apfelpresse hauseigener Apfelsaft gekeltert wird.


Herbst
Der Endspurt und Ausklang der Ernte findet im Oktober mit den Kürbissen statt. Gleichzeitig werden die Walnüsse gesammelt, gewaschen und getrocknet, bis das Erntejahr zur Zeit des Erntedankfestes ausklingt.
Die Gemüsebeete werden abgeräumt. Anschließend wird die Gründüngung ausgesät, die zum Schutz vor Bodenerosion dient. Im Frühjahr wird diese Grünmasse dann in den Boden eigearbeitet, um den Boden mit organischer Masse anzureichern und um die Nährstoffe darin zu halten. Somit können ohne viele externe organische Dünger mehr Nährstoffe im Kreislauf gehalten werden.
Der letzte Schliff, bevor die Gärtnerei sanft in der Winterruhe versinkt, ist das Entfernen des Laubes in der gepflegten Gartenanlage mit der alten Obstplantage.
Im nächsten Jahr beginnt der Gartenkreislauf erneut.
Parkanlage
In unserer gepflegten Parkanlage mit der alten Obstplantage legen wir großen Wert auf deren nachhaltige Gesunderhaltung.
Das heißt, dass ab Mitte April im zweiwöchigen Abstand die gesamte Grünfläche gemulcht wird. Mulchen bedeutet, dass das Schnittgut des Rasens doppelt geschnitten wird und zur Nährstoffrückführung und Reduzierung der Verdunstung des Bodens über den Sommer auf der Fläche verbleibt.
In der alten Obstplantagebefinden sich neben Äpfeln, Pflaumen, Mirabellen, Kirschen auch Haselnusssträucher und große Walnussbäume. Diese laden vor allem im Hochsommer zum Verweilen und Träumen unter den schattigen Kronen ein.


für die Küche
Unser Gemüse und Obst wird erntefrisch in unsere Bio-Küche geliefert. Besonders die Tomaten sind sowohl in der Küche als auch bei den Gästen sehr beliebt, da sie eine große Vielfalt an Verarbeitungsmöglichkeiten bieten, beispielsweise zu Suppe, Soße, Frischkost und warmen Gerichten.
Unser eigens gekelterter Apfelsaft findet jeden Morgen auf dem Frühstücksbuffet seinen festen Platz.
Um den betriebsinternen Kreislauf nachhaltiger zu gestalten, werden die unverarbeiteten heimischen Gemüseabfälle der Küche täglich auf dem hauseignen Kompost in der Gärtnerei entsorgt. Die dabei entstehende Erde wir im Frühjahr in den Gewächshäusern untergehoben, um dort die Nährstoffversorgung der Pfanzen zu optimieren.
Im Frühjahr finden Kohlrabi, Kopfsalat und Radieschen den ersten Platz im Unterglasanbau zur Ernteverfrühung. Ebenso ist ein kleines Kräuterbeet fester Bestand des Gewächshauses zur ersten Kräuterernte des Jahres.
Wenn die ersten Gemüsekulturen im Gewächshaus abgeerntet sind, folgt der Anbau der Hauptkulturen. Diese bestehen aus acht verschiedene Tomatensorten, sowie Auberginen, Paprikas, Chilis, Peperonis und Gurken, die zugleich die Hauptlieferung an die Küche bilden.
